Lavendel

Lavendel

Lavandula angustifolia

Lavendel zeigt sich mit violetten Blütenähren und starkem Duft. Er wächst vor allem im Mittelmeerraum und spielt auch in Gärten eine wichtige Rolle.

Typ

Blüte

Anwendungsformen

TeeÖlBadDuftsäckchenTinktur

Standorte

sonnige GärtenFelderMittelmeerregionsteinige Böden

Anwendungsbereiche

Lavendel wird vor allem bei innerer Unruhe, Schlafproblemen und Stresssymptomen eingesetzt. Das ätherische Lavendelöl eignet sich für Aromatherapie, Massage und als Badezusatz, um Körper und Geist zu entspannen. Ein Tee aus Lavendelblüten am Abend getrunken kann beim Einschlafen helfen und wirkt leicht angstlösend bei nervöser Anspannung. Bei Kopfschmerzen, die durch Stress ausgelöst werden, wird verdünntes Lavendelöl gerne sanft in die Schläfen einmassiert. Auf der Haut angewendet unterstützt Lavendel die Heilung kleiner Wunden, leichter Verbrennungen und Insektenstiche durch seine antiseptischen Eigenschaften. Lavendelsäckchen im Kleiderschrank wirken nicht nur duftend, sondern sollen traditionell auch Motten fernhalten. In der Schwangerschaft und im Wochenbett wird Lavendel mitunter zur sanften Beruhigung genutzt – stets in Rücksprache mit einer Hebamme. Auch in der modernen Pflege von Demenzpatienten wird der beruhigende Duft des Lavendels zunehmend eingesetzt, da er nachweislich Unruhezustände lindern kann.

entspannendantiseptischstimmungsaufhellendschlaffördernd

Geschichte / Herkunft

Lavendel leitet seinen Namen vermutlich vom lateinischen „lavare” („waschen”) ab, da die Römer ihn als Badezusatz und Parfüm nutzten. Schon im antiken Griechenland und Rom galt er als kostbare Duft- und Reinigungspflanze. Mittelalterliche Klostergärten brachten Lavendel nach Mitteleuropa, wo er zur Desinfektion von Krankenstuben und zur Beruhigung nervöser Patienten verwendet wurde – während der Pestzeit band man sich Lavendelsträußchen vor Mund und Nase, um sich vor Ansteckung zu schützen. Hildegard von Bingen beschrieb seine Wirkung auf Geist und Gemüt im 12. Jahrhundert. In der Provence entstand ab dem 19. Jahrhundert der großflächige Lavendelanbau, der die Region bis heute prägt und zur Parfümherstellung in Grasse beitrug. Pfarrer Kneipp empfahl Lavendelbäder zur Beruhigung der Nerven. Im 20. Jahrhundert entdeckte die Forschung um den französischen Chemiker René-Maurice Gattefossé die wundheilenden Eigenschaften des ätherischen Öls neu, was den Grundstein der modernen Aromatherapie legte. Heute ist Lavendel eine der weltweit am intensivsten erforschten Duftpflanzen.

Duft / Geschmack

Kräftig aromatisch, leicht süßlich mit blumigen und harzigen Noten. Der Duft wirkt beruhigend und mediterran-frisch.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle (Linalool, Linalylacetat)GerbstoffeFlavonoideCumarine

Hinweise / Risiken

Bei Überempfindlichkeit gegen ätherische Öle vorsichtig dosieren. In hohen Dosen kann Lavendel sedierend wirken.

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Wichtiger Hinweis: Der Artikel dient der allgemeinen Information. Für individuelle Diagnosen oder Behandlungsempfehlungen wende dich bitte an einen Facharzt oder Therapeuten.