Rosmarin

Rosmarin

Rosmarinus officinalis

Rosmarin ist ein immergrüner Halbstrauch mit kräftigem Aroma, der aus dem Mittelmeerraum stammt.

Typ

Kraut

Anwendungsformen

TeeÖlBadTinktur

Standorte

sonnige Kräuterbeetetrockene BödenMittelmeerregion

Anwendungsbereiche

Rosmarin wirkt anregend, fördert die Verdauung und lindert Muskelschmerzen. Als Tee oder in Form von Rosmarinwein regt er den Kreislauf an und wird traditionell bei niedrigem Blutdruck und Erschöpfungszuständen eingesetzt. Äußerlich als Badezusatz oder Einreibung verbessert Rosmarinöl die Durchblutung der Haut und wird deshalb gerne bei Muskelverspannungen, Rheuma und kalten Gliedmaßen verwendet. In der Aromatherapie gilt der Duft von Rosmarin als belebend und konzentrationsfördernd – ätherisches Öl wird daher gerne in Arbeits- oder Lernumgebungen eingesetzt. Auch die Haarpflege profitiert von Rosmarin: Spülungen und Öle sollen die Durchblutung der Kopfhaut anregen und werden traditionell gegen Haarausfall verwendet. In der Verdauung unterstützt Rosmarin die Fettverdauung und wirkt leicht krampflösend bei Blähungen. Wegen seiner antioxidativen Inhaltsstoffe wird Rosmarinextrakt zudem als natürlicher Konservierungsstoff in Lebensmitteln und Naturkosmetik eingesetzt.

durchblutungsförderndverdauungsförderndbelebendantioxidativ

Geschichte / Herkunft

Der Name Rosmarin leitet sich vom lateinischen „ros marinus” – „Tau des Meeres” – ab, da die Pflanze ursprünglich an den Küsten des Mittelmeers wuchs und dort vom salzigen Seewind benetzt wurde. Schon die Ägypter legten Rosmarinzweige in Gräber, die Griechen und Römer weihten ihn ihren Göttern und verwendeten ihn bei religiösen Zeremonien als Symbol für Erinnerung und Treue – ein Brauch, der sich bis in Shakespeares „Hamlet” erhalten hat. Im Mittelalter entstand die Legende um das „Ungarische Wasser”, ein Rosmarin-Destillat, das einer alten Königin angeblich Jugend und Gesundheit zurückgab und als eines der ersten Parfüms Europas gilt. Hildegard von Bingen empfahl Rosmarin bei Gicht und Schwächezuständen. In Brautsträußen und bei Beerdigungen symbolisierte die Pflanze über Jahrhunderte Liebe und Andenken. Heute ist Rosmarin sowohl in der mediterranen Küche als auch in der Naturheilkunde fest etabliert und wird intensiv auf seine durchblutungsfördernden und gedächtnisstärkenden Eigenschaften erforscht.

Duft / Geschmack

Kräftig harzig, leicht kampferartig, würzig.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle (1,8-Cineol, Campher)BitterstoffeFlavonoideGerbstoffe

Hinweise / Risiken

Nicht bei Bluthochdruck oder in der Schwangerschaft in großen Mengen verwenden.

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Wichtiger Hinweis: Der Artikel dient der allgemeinen Information. Für individuelle Diagnosen oder Behandlungsempfehlungen wende dich bitte an einen Facharzt oder Therapeuten.