Salbei

Salbei

Salvia officinalis

Salbei hat längliche, filzig behaarte aromatische Blätter. Die Pflanze wächst buschig und gedeiht sowohl wild als auch in Gärten.

Typ

Kraut

Anwendungsformen

TeeGurgellösungTinkturÖl

Standorte

KräuterbeeteSteinige Bödensonnig

Anwendungsbereiche

Salbei wird als Tee oder Gurgellösung bei Halsentzündungen und Entzündungen der Mundschleimhaut verwendet. Seine antibakteriellen Gerbstoffe machen ihn zu einem bewährten Heilmittel bei Halsschmerzen, Mandelentzündungen und Zahnfleischproblemen. Außerdem ist Salbei hilfreich bei übermäßigem Schwitzen, insbesondere in den Wechseljahren bei Hitzewallungen und Nachtschweiß – hier wird er sowohl als Tee als auch als hochdosiertes Extrakt eingesetzt. Äußerlich angewendet unterstützt Salbei die Wundheilung und wird als Badezusatz bei Hautunreinheiten genutzt. In der Mundpflege wirkt er adstringierend und wird traditionell zum Zähneputzen mit frischen Blättern oder als natürliches Mundwasser verwendet. Salbeiumschläge können zudem beim Abstillen helfen, da der Inhaltsstoff Thujon die Milchproduktion hemmen kann – diese Anwendung sollte aber nur in Absprache mit einer Hebamme erfolgen. In der Küche wird Salbei traditionell zu schweren, fettigen Speisen gereicht, da er die Verdauung dieser Gerichte unterstützt.

antibakteriellentzündungshemmendschweißhemmendverdauungsfördernd

Geschichte / Herkunft

Salbei war bereits den Römern und Griechen als kostbares Heilkraut bekannt – sein Name leitet sich vom lateinischen „salvare” („heilen”, „retten”) ab. Im Mittelalter wurde er zur „Königin der Heilpflanzen” ernannt und galt als so wirksam, dass die berühmte Schule von Salerno den lateinischen Spruch prägte: „Cur moriatur homo, cui Salvia crescit in horto?” – „Warum sollte ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?”. Klostergärten bauten Salbei großflächig an, da er als universelles Heilmittel gegen Halsschmerzen, Entzündungen und Verdauungsprobleme galt. Hildegard von Bingen empfahl ihn unter anderem gegen Fieber und zur Blutreinigung. In der Volksmedizin wurde Salbei zudem als Würzkraut und Konservierungsmittel für Fleisch geschätzt, lange bevor Kühlschränke existierten. Im 18. Jahrhundert galt Salbeitee in England sogar als so wertvoll, dass chinesische Händler ihn gegen mehrfache Mengen ihres eigenen Tees eintauschten. Bis heute gehört Salbei zu den am besten erforschten Heilpflanzen gegen Halsbeschwerden und übermäßiges Schwitzen.

Duft / Geschmack

Herb, würzig, leicht bitter mit kampferartiger Note.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle (Thujon, Cineol)GerbstoffeFlavonoideBitterstoffe

Hinweise / Risiken

Nicht in großen Mengen in der Schwangerschaft. Längere Anwendung von reinem Öl vermeiden.

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Wichtiger Hinweis: Der Artikel dient der allgemeinen Information. Für individuelle Diagnosen oder Behandlungsempfehlungen wende dich bitte an einen Facharzt oder Therapeuten.