Ringelblume

Ringelblume

Calendula officinalis

Leuchtend orange Blüten machen die Ringelblume zu einem Blickfang im Garten.

Typ

Blüte

Anwendungsformen

TeeSalbeTinktur

Standorte

GärtenBeetesonnig

Anwendungsbereiche

Ringelblume fördert die Wundheilung, lindert Hautreizungen und wirkt entzündungshemmend. Calendulasalbe gehört zu den bekanntesten pflanzlichen Wundheilmitteln und wird bei kleinen Schnitten, Schürfwunden, trockener oder rissiger Haut sowie bei wundem Babypopo eingesetzt. Die enthaltenen Carotinoide und Flavonoide unterstützen die Neubildung von Gewebe und fördern die Durchblutung der Haut. Als Tee oder Tinktur eingenommen wirkt Ringelblume zudem leicht krampflösend bei Magen-Darm-Beschwerden und unterstützt die Leberfunktion. Gurgellösungen mit Ringelblumenextrakt helfen bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. In der Kosmetik wird Calendulaöl wegen seiner pflegenden Eigenschaften gerne für empfindliche und gereizte Haut sowie in der Babypflege verwendet. Auch bei Sonnenbrand und leichten Verbrennungen wirkt Ringelblume kühlend und unterstützt die Regeneration der Haut.

entzündungshemmendwundheilendantibakteriellhautpflegend

Geschichte / Herkunft

Die Ringelblume verdankt ihren botanischen Namen „Calendula” dem lateinischen Wort „calendae”, dem ersten Tag des Monats, da sie in milden Klimazonen fast das ganze Jahr über blüht. Bereits im alten Indien, Ägypten und Griechenland wurde sie als Färbe- und Heilpflanze genutzt; im Mittelalter galt sie zudem als Sonnensymbol und wurde in Klostergärten zur Wundbehandlung kultiviert. In der Volksmedizin verschiedener Kulturen wurde Ringelblume traditionell bei Hautverletzungen, Geschwüren und zur Wundreinigung eingesetzt. Im amerikanischen Bürgerkrieg und später im Ersten Weltkrieg verwendeten Feldärzte Ringelblumenextrakte als Antiseptikum zur Behandlung von Soldatenwunden, da andere Desinfektionsmittel knapp waren. Im 19. Jahrhundert wurde Calendula zu einem der wichtigsten homöopathischen Wundmittel und ist bis heute fester Bestandteil naturheilkundlicher Salben. Auch in der Küche fand die essbare Blüte als färbender und geschmacklich milder Safran-Ersatz Verwendung.

Duft / Geschmack

Mild, leicht würzig, blumig.

Inhaltsstoffe

FlavonoideCarotinoideSaponineÄtherische Öle

Hinweise / Risiken

Kann bei Allergien gegen Korbblütler problematisch sein.

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Wichtiger Hinweis: Der Artikel dient der allgemeinen Information. Für individuelle Diagnosen oder Behandlungsempfehlungen wende dich bitte an einen Facharzt oder Therapeuten.