Schafgarbe

Schafgarbe

Achillea millefolium

Schafgarbe mit ihren gefiederten Blättern und weißen Blüten ist ein bewährtes Heilkraut.

Typ

KrautBlüte

Anwendungsformen

TeeTinkturBad

Standorte

WiesenWegrändersonnige Hänge

Anwendungsbereiche

Schafgarbe hilft bei Magen-Darm-Krämpfen, reguliert den Menstruationszyklus und unterstützt die Wundheilung. Als Bitterkraut regt sie die Produktion von Verdauungssäften an und wird daher klassisch bei Appetitlosigkeit, Blähungen und Völlegefühl eingesetzt. Bei Menstruationsbeschwerden lindert Schafgarbentee Krämpfe und kann durch seine zusammenziehenden Gerbstoffe übermäßig starke Blutungen mildern. Frisch zerriebene Blätter werden traditionell direkt auf kleine Wunden, Nasenbluten oder Insektenstiche aufgelegt, um die Blutung schnell zu stoppen – daher der Name „Blutkraut”. Sitzbäder mit Schafgarbe werden bei Unterleibsbeschwerden und in den Wechseljahren angewendet. Die entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften kommen auch bei Hämorrhoiden und Venenleiden unterstützend zum Einsatz. In Bittermittelmischungen wird Schafgarbe häufig mit anderen Verdauungskräutern wie Kamille oder Pfefferminze kombiniert, um Magen-Darm-Erkrankungen ganzheitlich zu lindern.

krampflösendentzündungshemmendblutstillendverdauungsfördernd

Geschichte / Herkunft

Schafgarbe trägt ihren botanischen Namen „Achillea” nach dem griechischen Helden Achilles, der ihr zugeschrieben wird, seine Soldaten im Trojanischen Krieg mit dem blutstillenden Kraut behandelt zu haben – daher auch die volkstümlichen Namen „Soldatenkraut” und „Blutkraut”. Schon in der Steinzeit wurde Schafgarbe als Heilpflanze genutzt, wie Funde in prähistorischen Gräbern belegen. Germanische Stämme weihten sie ihren Kriegs- und Heilgöttern, und im Mittelalter gehörte sie zu den festen Bestandteilen der Klostermedizin gegen Verdauungsbeschwerden und Wunden. In der Volksmedizin wurde Schafgarbe traditionell als „Frauenkraut” zur Regulierung des Menstruationszyklus geschätzt. Pfarrer Kneipp empfahl sie bei Krämpfen und zur Anregung der Verdauungsorgane. Auch nordamerikanische Ureinwohner nutzten eine verwandte Schafgarbenart zur Wundbehandlung, was die weltweite Bedeutung der Pflanze als Wundkraut unterstreicht. Bis heute ist Schafgarbe ein fester Bestandteil vieler Tee- und Bittermittelmischungen in der europäischen Phytotherapie.

Duft / Geschmack

Herb, leicht bitter, aromatisch.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle (Chamazulen, Cineol)BitterstoffeFlavonoideGerbstoffe

Hinweise / Risiken

Kann Hautreizungen verursachen. Nicht in der Schwangerschaft anwenden.

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Wichtiger Hinweis: Der Artikel dient der allgemeinen Information. Für individuelle Diagnosen oder Behandlungsempfehlungen wende dich bitte an einen Facharzt oder Therapeuten.