
Löwenzahn
Taraxacum officinale
Typ
BlattWurzelBlüte
Anwendungsformen
TeeSalatKaffeeersatz
Standorte
WiesenWegränderGärten
Anwendungsbereiche
Löwenzahn regt Leber, Galle und Nieren an und unterstützt den Körper bei der Entgiftung. Er wird bei Völlegefühl, Blähungen und Appetitlosigkeit empfohlen, da die enthaltenen Bitterstoffe die Produktion von Verdauungssäften anregen. Besonders wirksam sind Tees und Tinkturen aus Wurzel und Blatt, die häufig im Rahmen einer Frühjahrskur über mehrere Wochen eingenommen werden, um den Stoffwechsel anzuregen. Die harntreibende Wirkung der Blätter unterstützt zudem bei leichten Wassereinlagerungen und wird traditionell bei Blasen- und Nierenbeschwerden eingesetzt. Als Wildgemüse liefert Löwenzahn reichlich Bitterstoffe, Vitamin C und Kalium und kann roh im Salat, gedünstet als Gemüse oder als Pesto verarbeitet werden. Die geröstete Wurzel dient als milder, koffeinfreier Kaffee-Ersatz. In der Hautpflege wird der milchige Pflanzensaft volksmedizinisch äußerlich gegen Warzen und Hühneraugen aufgetragen.
entwässerndverdauungsförderndstoffwechselanregend
Geschichte / Herkunft
Der Name Löwenzahn bezieht sich auf die tief gezackten, an Löwenzähne erinnernden Blätter der Pflanze. Bereits arabische Ärzte wie Avicenna beschrieben im 10. Jahrhundert die heilende Wirkung des Löwenzahns auf Leber und Galle, von wo aus das Wissen über die Kreuzzüge nach Europa gelangte. Im Mittelalter galt er als „Lebenselixier” für die Verdauungsorgane und wurde in Klostergärten gezielt angebaut. Da seine Blätter harntreibend wirken, trägt er im Volksmund bis heute Spitznamen wie „Bettnässer” oder „Pissenlit” (französisch für „ins Bett pinkeln”). In Notzeiten, etwa während der beiden Weltkriege, wurden geröstete Löwenzahnwurzeln als koffeinfreier Kaffee-Ersatz verwendet – eine Tradition, die bis heute in der Naturkostküche lebt. Auch als Frühlingskur zur „Blutreinigung” war Löwenzahn in der Volksmedizin fest etabliert. Heute gilt er botanisch nicht mehr als lästiges Unkraut, sondern als vollwertiges Wildgemüse und anerkannte Heilpflanze der modernen Phytotherapie.
Duft / Geschmack
Bitter, leicht nussig, frisch.
Inhaltsstoffe
BitterstoffeFlavonoideVitamin CKalium
Hinweise / Risiken
Kann bei Gallensteinen problematisch sein.
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Wichtiger Hinweis: Der Artikel dient der allgemeinen Information. Für individuelle Diagnosen oder Behandlungsempfehlungen wende dich bitte an einen Facharzt oder Therapeuten.







