
Spitzwegerich
Plantago lanceolata
Typ
Blatt
Anwendungsformen
TeeSirupFrischsaft
Standorte
WiesenWegränderGärten
Anwendungsbereiche
Spitzwegerich lindert Hustenreiz, unterstützt die Schleimlösung und wirkt bei Reizungen der Atemwege. Als Tee, Sirup oder Tinktur wird er vor allem bei Bronchitis, Reizhusten und Heiserkeit verwendet, da die enthaltenen Schleimstoffe sich beruhigend über die gereizte Schleimhaut legen. Selbstgemachter Spitzwegerichsirup mit Honig ist ein traditionelles und bei Kindern beliebtes Hausmittel gegen Husten. Äußerlich angewendet hilft Spitzwegerich bei kleinen Wunden, Insektenstichen und Hautirritationen – frisch zerriebene Blätter werden klassisch direkt auf die betroffene Stelle gelegt, etwa bei Wanderungen oder beim Camping. Gurgellösungen mit Spitzwegerichextrakt lindern Halsschmerzen und Entzündungen im Mundraum. Der enthaltene Wirkstoff Aucubin wirkt zudem leicht antibakteriell, weshalb Spitzwegerich auch bei leichten Hautinfektionen unterstützend eingesetzt wird. Wegen seiner sehr guten Verträglichkeit zählt er zu den unbedenklichsten Heilpflanzen für Kinder und empfindliche Personen.
hustenstillendentzündungshemmendwundheilend
Geschichte / Herkunft
Der Name „Wegerich” verweist auf seinen bevorzugten Standort an Wegrändern, wo die robuste Pflanze selbst stark verdichtete Böden besiedelt. Schon germanische Stämme trugen Spitzwegerichblätter als Wundauflage auf Feldzügen mit sich, weshalb er ähnlich wie die Schafgarbe als „Soldatenkraut” bekannt wurde. In der Klostermedizin des Mittelalters war Spitzwegerich ein wichtiges Mittel gegen Husten und zur Wundbehandlung; Hildegard von Bingen erwähnte ihn bei Atemwegsbeschwerden. Bis heute hat sich in deutschen Familien das Wissen erhalten, frische Spitzwegerichblätter bei Wanderungen direkt auf Insektenstiche oder kleine Schürfwunden zu legen – ein einfaches Naturheilmittel, das sofort zur Hand ist. In bäuerlichen Haushalten wurde traditionell selbstgemachter Spitzwegerichsirup gegen Husten zubereitet, ein Hausmittel, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Die moderne Phytotherapie bestätigt die reizlindernden und hustenstillenden Eigenschaften der enthaltenen Schleimstoffe und des Iridoidglykosids Aucubin.
Duft / Geschmack
Mild, leicht herb, grasig.
Inhaltsstoffe
SchleimstoffeGerbstoffeAucubinFlavonoide
Hinweise / Risiken
Keine bekannten Nebenwirkungen bei normaler Anwendung.
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Wichtiger Hinweis: Der Artikel dient der allgemeinen Information. Für individuelle Diagnosen oder Behandlungsempfehlungen wende dich bitte an einen Facharzt oder Therapeuten.













