Himbeere

Himbeere

Rubus idaeus

Die Himbeere ist als Frucht bekannt – doch ihre gezahnten Blätter sind die eigentliche Heilpflanze der Frauenmedizin. Himbeerblättertee gilt seit Generationen als Begleiter durch Zyklus und Schwangerschaft.

Typ

Blatt

Anwendungsformen

TeeTinktur

Standorte

WaldränderHeckenLichtungenGärten

Anwendungsbereiche

Himbeerblättertee wird traditionell ab dem letzten Schwangerschaftsdrittel getrunken, um das Bindegewebe des Beckenbodens und des Muttermunds elastischer zu machen und so die Geburt zu erleichtern – die Anwendung sollte stets mit einer Hebamme abgesprochen werden. Außerhalb der Schwangerschaft wird der Tee bei schmerzhafter Regelblutung eingesetzt, da er die Gebärmuttermuskulatur sanft entspannt und Krämpfe lindern kann. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken zusammenziehend und werden bei zu starker Menstruationsblutung geschätzt. Auch im Wochenbett kommt Himbeerblättertee traditionell zur Unterstützung der Rückbildung zum Einsatz. Wegen seines milden, leicht herben Geschmacks eignet er sich gut als tägliches Getränk und wird oft mit anderen Frauenkräutern wie Frauenmantel kombiniert. Bei Durchfall wirkt der Tee dank seiner Gerbstoffe zusätzlich stopfend. In der Naturkosmetik wird Himbeerblattextrakt gelegentlich wegen seiner adstringierenden Eigenschaften in Gesichtswassern verarbeitet.

wehenförderndkrampflösendzyklusregulierendadstringierend

Geschichte / Herkunft

Schon in der europäischen Volksmedizin des Mittelalters wurden Himbeerblätter gesammelt und als Frauentee getrunken, lange bevor die Beeren selbst kultiviert wurden. Hebammen empfahlen den Tee traditionell in den letzten Schwangerschaftswochen, um das Gewebe des Muttermunds auf die Geburt vorzubereiten – ein Wissen, das mündlich von Generation zu Generation weitergegeben wurde. In nordamerikanischen indigenen Kulturen wurde Himbeerblättertee ebenfalls gezielt bei Menstruationsbeschwerden und zur Geburtsvorbereitung eingesetzt, unabhängig von der europäischen Tradition. Der Name „Frauentee“ oder „Schwangerschaftstee“ hat sich bis heute gehalten. Im 20. Jahrhundert begann die Forschung, sich mit den enthaltenen Gerbstoffen und dem Fragarin zu beschäftigen, das für die leicht straffende Wirkung auf die Gebärmuttermuskulatur verantwortlich gemacht wird. Auch wenn die wissenschaftliche Beweislage bis heute diskutiert wird, bleibt Himbeerblättertee eine der bekanntesten Pflanzen der traditionellen Frauenheilkunde und wird von Hebammen weltweit weiterempfohlen.

Duft / Geschmack

Mild, leicht herb und erdig, entfernt an schwarzen Tee erinnernd.

Inhaltsstoffe

GerbstoffeFragarinFlavonoideVitamin CMineralstoffe

Hinweise / Risiken

In der Frühschwangerschaft nicht anwenden, da wehenbefördernd. Anwendung in der Schwangerschaft grundsätzlich mit Hebamme oder Arzt abklären. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Rosengewächse vorsichtig dosieren.

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Wichtiger Hinweis: Der Artikel dient der allgemeinen Information. Für individuelle Diagnosen oder Behandlungsempfehlungen wende dich bitte an einen Facharzt oder Therapeuten.